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Wählst du schon oder wartest du noch drauf, erwählt zu werden?

Die Prinzessin auf dem weißen Pferd … wählt sich selbst 🙂

Wählst du schon oder wartest du noch drauf, erwählt zu werden?

„Willst du gelten, mach dich selten“, hat meine Oma immer gesagt … und heute weiß ich: Sie hatte Recht.

Was sie meinte, war: „Es ist ja schön, wenn andere dich wählen. Aber DU wählst auch die anderen.“

Ich bin aber eher von der langsamen Sorte, wenn es darum geht, die Weisheiten meiner Familie zu verstehen und anzuwenden. Zu lange habe ich in der Ablehnung gelebt. Dabei waren doch ganz schön schlaue Ahnen dabei.

Zum Beispiel meine Oma.

Sie hieß Oma Kunigunde (kein Witz) und mir hat mein Opa einst erzählt, wie meine Oma richtig viel Geld gemacht hat.

Oja. Meine Oma! Sie machte das Geld mit einer Marke namens Haka. Das war damals ein Vertretergeschäft, von Haka gab es allerlei Haushaltswaren wie Seifen, Reinigungsmittel und so weiter. Meine Oma ist in den Dörfern herumgegangen und hat dieses Haka-Zeug vertickt. In Massen. Nebenbei hat sie wohl mit Haushaltstipps um sich geworfen und überall ein Schnäpschen mitgetrunken.

Mit Zahlen konnte meine Oma nicht umgehen. Dafür hatte sie aber meinen Opa. Der fand Zahlen supertoll. Und deshalb hat er gesagt: „Mach dir keine Sorgen, verkauf einfach weiter. Ich mache dir abends die Abrechnungen.“ Und das hat er dann gemacht.

Zusammen mit dem Job von meinem Opa kam so viel zusammen, dass ihnen bald zwei Häuser gehörten – und eine Ferienwohnung im Schwarzwald. Zur Anlage dort gehörte ein kleines Schwimmbad, in dem mir der Opa dann später schwimmen beigebracht hat.

 

Ein Schnäpschen hier und da …

Diese Ahnen von mir leben nicht mehr. Aber ich kann immer noch von ihnen lernen.

Zum Beispiel dass ein Schnäpschen zu trinken ab und zu eine gute Idee ist.

Und dass man mit Tipps um sich werfen sollte, wenn man das Produkt dazu verkaufen möchte.

Und dass man das, wozu man keine Lust hat oder wovon man nix versteht, einfach deligiert (nach Möglichkeit an den eigenen Mann, aber es geht auch z. B. mit einem Steuerberater).

Dass man, wenn jeder das macht, was er am besten kann, viel mehr Geld macht (mein Opa eignete sich nicht zum Verkaufen, der war ein bisschen verkniestert, aber er mochte Zahlen).

Und … was ich noch lernte war, was meine Oma immer sagte: „Willst du gelten, mach dich selten.“

Ich habe es nicht verstanden. Bis ich Anfang des Jahres total gefragt war als Übersetzerin. Total. Ich war sooo stolz. Hinz und Kunz fragten mich und ich fand alles superdupertoll und sagte fast überall JA … und ich lernte so viel.

Zum Beispiel, dass nicht alles, was ich übersetze, mir wirklich beiträgt. Weder finanziell noch persönlich. Ich musste also eine Auswahl treffen („mach dich selten“).

Und ich lernte auch, dass wenn ich etwas promote (das gehört ja oft zum Übersetzungsdeal dazu), es auf mich als Promoter zurückfällt, wenn es Mist ist.

Ich habe dann im Frühjahr mächtig ausgesiebt. Alle Übersetzungs-Deals, bei denen ich ausgebeutet werde – raus. Alle Deals, wo ich nicht gut behandelt werde – raus. Alle Deals, wo derjenige nicht verspricht, was er hält, und mir das meinen Ruf kaputtmacht – raus. Alles, wo ich die englischen Calls getestet und für nichtssagend empfunden habe – raus. Alles, was nicht zu meiner Energie passt, zu meiner Lebenskreation – raus.

Ein Auftragsloch in Sachen Übersetzung entstand.

Aber meine Oma wäre stolz auf mich gewesen.

 

Zurücklehnen und auswählen

Denn plötzlich, als ich mich so „selten“ gemacht hatte, „galt“ ich plötzlich etwas. Neue, vorsichtige Anfragen kamen. Neue, faire Deals („we want you back – what do you want?“/“wir wollen dich zurück – was möchtest du haben?“).

Ich konnte mich zurücklehnen und auswählen.

Ich gestehe, dass ich diese Position sehr genoss. 😀

Und mir wurde auch klar: Wenn ich für jeden Werbung mache, nimmt mich keiner mehr ernst. Dann bin ich wie einer dieser VW-Busse, auf denen 70 Aufkleber sind und keinen nimmt man mehr wahr.

Ich möchte nur noch einen großen, dicken Aufkleber auf meinem Bus haben – und da bin ich selbst drauf! Und dann noch ein paar andere kleine Aufkleber von Menschen, denen ich vertraue und/oder deren Angebote ich so geil finde, dass ich es jedem weitererzählen muss.

In diesem Beitrag gibt es keine Werbung. Kein Angebot. Nix zum Klicken. Gar nix.

Ich mache mich heute mal selten. Ich will ja schließlich was gelten.

😉

PS: Wie wäre übrigens dein Liebesleben, wenn du nicht wartest, erwählt zu werden, sondern dich selten machst … indem DU wählst. Hihi.

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