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Wenn es mal turbulent wird …

Wenn es mal turbulent wird …

Ein kleines Training für „Notfälle“

[Nachtrag vom 25.9.2017]

Einen wunderschönen guten Morgen aus dem sonnigen Wuppertal!

Ich wollte euch unbedingt über mein Rückflug-Abenteuer schreiben. Weil es mir etwas gezeigt hat: Es gibt eine Möglichkeit, etwas bei „Notfällen“ zu tun, das sofort funktioniert.

Denn auf dem Hinflug war alles noch entspannt. Der Pilot sprach von ein wenig „bumpy“ (holprig) beim Aufstieg über Köln, wir machten ein paar kleine Hopser und dann verlief der Flug ruhig.

Ich denke, ich werde so schnell kein Fan der Ryanair-Klapperkisten sein, aber ich schlief ganz gut und wachte bei einem Cappucchino auf, während wir langsam der schönen Stadt Valencia entgegenschwebten.

Nach einem sagenhaften Urlaub mit schwankender Internetverbindung – herrlich, ich wurde „gezwungen“ zu entspannen – ging es dann an den Rückflug, diesmal nach Frankfurt/Main.

Ich fragte vorher, ob es ein angenehmer Flug wird und wir sanft und sicher landen würden.

Nein.

Ich fragte, ob wir den Flug überleben und heil angekommen würden.

Ja.

Los geht’s!

Nun gut, ich stieg ein. Die Crew war munter, offensichtlich aus Italien, und verbreitete gute Stimmung.

Und die brauchten wir auch. Denn ungefähr eine Stunde vor Landung ging es los mit den Turbulenzen. Alle mussten sich wieder anschnallen und dann wurden wir tüchtig durchgerüttelt.

Die Crew blieb munter, schnallte sich auch an und quasselte auf Italienisch miteinander. Ich saß in der zweiten Reihe und dachte mir: Na, sie kennen das wohl schon, dass die Maschine mal ein bisschen durchgerüttelt wird.

Zwischendurch kam ein Anruf vom Piloten, dann wieder die Ansage, unbedingt sitzenzubleiben.

Die Angst der anderen Passagiere kam in Wellen in mein Gewahrsein und sofort zog ich mich zusammen. Es ging schneller, als ich denken konnte. Ich entschloss mich, meinen Ausdehnungsmuskel zu trainieren und dehnte mich einfach wieder aus und schickte alles zurück.

Ich fragte: Wahrheit, kommen wir hier gut durch?

Ja.

Also dehnte ich mich aus, wann auch immer ich mich zusammenzog, manchmal ganz schnell mehrmals hintereinander.

Ich erkannte an, wie schnell ich das schon konnte, und freute mich daran, dass mein Körper das auch so schnell mitmachte.

Zusammenziehen, ausdehnen. Zack – Weite – Herrlichkeit.

Zusammenziehen, ausdehnen. Zack – Weite – Herrlichkeit.

Zusammenziehen, ausdehnen. Zack – Weite – Herrlichkeit.

Über den Wolken ist es so wunderbar leicht, sich auszudehnen und die Herrlichkeit darin wahrzunehmen.

 

Uiuiui!

Es rüttelt wieder, die Körper ziehen sich zusammen, mein Körper zeigt mir das – und schwupp, wieder ausdehnen, genießen, weiterfliegen …

Die italienische Crew ist zwischenzeitlich ein bisschen ruhiger geworden. Sie sind vorne platziert mit Blick über die Reihen der Passagiere. Ich denke, sie wissen, dass viele Leute jetzt auf sie schauen und sich fragen, ob die Crew wohl besorgt ist. Ob die Crew etwas weiß, was wir nicht wissen?

Die Crew lächelt immer noch und schaut zuversichtlich aus. Ein Lob auf die Crew!

Und dann schüttelt es noch ein paar Mal und schon landen wir hopsenderweise in Frankfurt.

Ausdehnen als Werkzeug

Jetzt, zwei Tage später, frage ich mich, wie wertvoll dieses Werkzeug des Ausdehnens eigentlich ist.

Es geht unglaublich schnell. Es ist wunderbar angenehm für den Körper. Es sorgt dafür, dass ganz schnell das Zeug von den anderen als das Zeug von anderen erkennbar wird.

Und es geht eben unglaublich schnell. (Und ich mag schnell!)

Ich frage mich, was es kreieren würde, wenn wir uns immer als Erstes ausdehnen würden?

Wenn jemand einen Streit mit uns anzetteln möchte.

Wenn wir den Kontostand anschauen.

Wenn die Kündigung kommt.

Wenn unangenehme Gespräche anstehen.

Wenn die Schwiegermutter anruft.

Wenn … was auch immer!

 

Was wäre, wenn du der Raum wärst, in dem all das geschieht, und du dem nicht ausgesetzt bist?

Welche Veränderung wärst du sofort in der Lage zu kreieren?

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Und du?

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