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Du bist ja sooooo böse!!! ;-)

Muhahahahahaaaaaaaaa!

Du bist ja soooooo böse! 🙂

Ein großes Thema beim Being-You-Kurs in Köln mit Dain Heer war: Wie „böse“ erlaubst du dir zu sein?

Denn in dieser Realität (also in der, die wir ständig abkaufen) gilt derjenige als „böse“, der über das Mittelmaß hinausgeht.

Du machst richtig viel Geld? – Du böser Kapitalist, der sich durch die Globalisierung bereichert!

Du hast richtig viel Spaß? – Du böser Ignorant des Weltgeschehens!

Du feierst das Leben über den Karneval und das Oktoberfest hinaus? – Du böser Mensch, denn in Afrika hungern die Kinder!

Du siehst: Du bist böse! Von Grund auf böse!

 

Mit dem Verstand erkennen wir, wie absurd dieser moralische Standpunkt ist, der uns verbietet, MEHR zu haben – und doch halten wir uns zurück.

Wir fürchten, in die Kritik zu geraten.

Wir fürchten, abgelehnt zu werden.

Wir fürchten, verlassen zu werden.

Doch mal ganz ehrlich – wie sehr kritisierst du dich selbst, lehnst du dich ab und verlässt du dich selbst, indem du dir nicht alle Freuden des Lebens erlaubst?

Dain hat mir ganz deutlich aufgezeigt, wo ich mich noch kleinmache. Und ja, ich habe mein Leben ausgedehnt. Mein Leben vor Access war mini im Vergleich zu jetzt.

 

Kritik empfangen – oder doch nicht?

Und dennoch. Als ich mich so richtig hinausgewagt hatte mit meiner Comedy-Show und meine Requisite, den 1-Meter-Plastikpenis, nicht nur vor dem Publikum, sondern auch quer durch Facebook gewedelt hatte, da kam bei den Leuten viel hoch.

Ich machte die Barrieren runter und empfing Kritik („du bist ja lächerlich“, „du machst dich über Vergewaltigungsopfer lustig“), dumme Anmachen („har har ich habe auch so einen großen Penis, schick mir ein Flugticket“) und scheinheilige Besorgnis („ich glaube, du brauchst Hilfe, du warst ja schon immer ein bisschen gestört“).

Für mich war das damals nicht immer einfach. Doch ich schaffte es ganz gut, die Ansichten anderer bei diesen anderen zu belassen.

Doch als ich jetzt bei Dain in der Übersetzerkabine saß, merkte ich: Verdammt, ich hatte danach DOCH meine Comedy-Karriere gestoppt. Ich habe nicht mehr viel in dieser Richtung gemacht.

Ein Auftritt in Wuppertal, wo mir bei der Werbung dafür fast mein Facebook-Account gesperrt wurde (jedenfalls flog ich aus circa 7 Gruppen raus). Und bei dem ich vielleicht 15 Euro verdiente.

Ich schaltete diese Seite von mir – die provokante, über die Grenzen der Moralität hinausgehende Seite, die viel bei den Menschen aufwirbelt, immer mehr ab.

 

Das Empfangen stoppen

Obwohl ich so viele Bewertungen empfing – offenbar empfing ich doch irgendetwas davon nicht!

Manchmal, wenn wir weit über uns hinausgehen, dann klatscht uns irgendwas entgegen, was uns wieder zum Rückzug veranlasst.

Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass ich das getan hatte. Ich dachte, ich hätte ja „so viel anderes zu tun gehabt“ in der letzten Zeit. Bullshit.

Ich saß bei Dain und hörte mir an, was er über das „böse“ sein in dieser Realität sagte. Und mir gingen gefühlte 27 Lichter auf.

Da ist diese Ausweitung unseres Lebens. Ein strömendes Sich-Ausdehnen von Möglichkeiten – und dann schnappt die Falle plötzlich zu und wir verkriechen uns.

Dort gilt es hinzuschauen.

Ich bin Dain unglaublich dankbar dafür, dass er dieses Thema aufgebracht hat.

Und jetzt zeigt er mir, dass ich AUCH NOCH böse sein darf – wie viel Lebendigkeit ist für mich möglich, wenn ich mich als „böse“ bewerten lassen kann?

Also dann, böse Grüße!

von Saskia

 

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